Mythos 6: Regionale Spezialitäten sind nicht geschützt


Mythos 6: Regionale Spezialitäten sind nicht geschützt Eine Forderung der EU ist ein besserer Schutz für regionale Spezialitäten. Demzufolge dürfte nur die Marille aus der Wachau als solche bezeichnet werden. Und nicht wie derzeit bei­spielsweise auch eine Marille aus Ohio. TTIP würde also einen besseren Schutz regionaler Spezialitäten ermöglichen.

In den letzten Jahren war die EU sehr erfolgreich damit, einen erhöhten Schutz für geografische Bezeichnungen zu erreichen, z.B. für Champagner, der nur aus der Champagne kommen darf, für Tiroler Speck, der aus Tirol stammen muss, oder für Lübecker Marzipan, der aus Lübeck zu sein hat. Diesen erhöhten Schutz hat die EU u.a. in Handelsabkommen mit Kanada, Korea und Singapur durchgesetzt. Die EU hat auch in einem eigenständigen Abkommen mit China den Schutz von Ursprungsbezeichnungen festgeschrieben.

Ein besserer Schutz für regionale Spezialitäten ist Teil des TTIP-Verhandlungsmandats, das die EU-Mitgliedstaaten der Kommission erteilt haben:

„Die Verhandlungen zielen darauf ab, durch das Abkommen für einen besseren Schutz und eine stärkere Anerkennung der geografischen Angaben der EU zu sorgen“[1], heißt es darin.

 

Der Schutz europäischer regionaler Spezialitäten soll auch im US-amerikanischen Markt gesichert sein.
[1] http://ec.europa.eu/deutschland/press/pr_releases/12980_de.htm

 

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