Mythos 1: Chlorhühner, Hormon-Fleisch und Genmais


Mythos 1: Chlorhühner, Hormonbehandeltes Fleisch und GenmaisDie hohen europäischen und österreichischen Standards im Nahrungsmittelbereich würden trotz TTIP erhalten bleiben und sind laut EU-Kommission nicht verhandelbar. Welche Nahrungsmittel künftig zur Einfuhr in Österreich zugelassen sein werden, wird auch in Zukunft im Einzelfall zu prüfen sein.

Eine gegenseitige Anerkennung oder Harmonisierung von Standards kann es laut EU-Kommission nur dort geben, wo in der EU und den USA ein gleichwertiges Schutzniveau besteht. Das ist aber weder bei Chlorhühnern noch bei Hormonfleisch der Fall. Zudem haben sich die EU-Verhandler darauf festgelegt, dass die EU-Standards im Bereich der Lebensmittelsicherheit nicht gesenkt werden. Die bestehenden Verbote für den Import von Chlorhühnern und Hormonfleisch in die EU bleiben daher aufrecht. Es ist im Einzelfall zu prüfen, welche US-Produkte in Zukunft auf dem europäischen Markt zugelassen werden.

Im Freihandelsabkommen mit Kanada wurde zum Beispiel festgeschrieben, dass Kanada kein hormonpräpariertes Rindfleisch in die EU einführen darf.

Ein mündiger Konsument wird aber immer für sich selbst entscheiden.

Während in Europa Diskussionen rund um Chlorhühner geführt werden, gibt es in den USA Bedenken hinsichtlich europäischer Lebensmittelstandards. So ist beispielsweise der Verkauf von Rohmilchkäse in den USA aus Gründen des Gesundheitsschutzes untersagt.

 

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