Abschaffung von unnötigen bürokratischen Hürden (nicht-tarifäre Handelshemmnisse)


Die Abschaffung von unnötigen bürokratischen Hürden ist ein wesentlicher Aspekt des TTIP-AbkommensNeben den Zöllen ist unnötige Bürokratie eine weitere wesentliche Hürde im Handel zwischen der EU und den USA.

Nicht-tarifäre Handelshemmnisse, wie unnötige Parallelverfahren und nicht notwendige, unterschiedliche technische Standards (doppelte Zertifizierungsverfahren oder technische Regulierungen) erschweren den transatlantischen Handel. Solche Handelsbarrieren entsprechen fallweise einem zusätzlichen Zollsatz von bis zu 20 Prozent. Bereits eine gegenseitige Akzeptanz von Produktzertifizierungsverfahren würde Kosten massiv senken. So müssen beispielsweise KFZ in den USA über rote, in der EU hingegen über gelbe Blinker verfügen. Ein weiteres Beispiel sind die Erdungsdrähte in elektrischen Geräten. Während die EU-Standards in gelb-grün gehalten sein müssen, sind US-Erdungsdrähte weiß. Keine Farbe ist sicherer, dennoch müssen beispielsweise Radios für den jeweiligen Markt extra produziert werden.

Bei gegenseitiger Anerkennung der jeweiligen Normen wäre eine einmalige Zulassung ohne teure zusätzliche Prüfungen möglich.

Rund 80 Prozent der zu erwartenden Wachstumseffekte wären auf den Abbau von nicht-tarifären Handelshemmnissen zurückzuführen.

Der Abbau von tarifären und nicht-tarifären Handelshemmnissen zwischen der EU und den USA würde der exportorientierten europäischen Wirtschaft spürbare Wachstumseffekte verleihen.  So könnte z.B. laut Studien der EU-Kommission der Export von europäischen Kraftfahrzeugen in die USA mittelfristig um 149 Prozent zunehmen.

 

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